Ratgeber · Musikinstrumente
Saxophon und Blasinstrumente verkaufen
Saxophone, Trompeten, Klarinetten und Querflöten liegen oft jahrelang ungenutzt im Koffer, weil der Musikunterricht längst vorbei ist. Viele dieser Instrumente finden noch Abnehmer, manche sind sogar sehr gesucht. Entscheidend ist, ob es sich um ein Schülermodell oder ein hochwertiges Profiinstrument handelt.
Schülerinstrument oder Profimodell?
Bei Blasinstrumenten gibt es große Qualitätsunterschiede. Schülerinstrumente sind auf Robustheit und einen günstigen Preis ausgelegt. Profimodelle haben eine aufwendigere Mechanik, bessere Materialien und eine sorgfältigere Verarbeitung. Diese Unterschiede schlagen sich auch im Wiederverkauf nieder.
Nicht selten wurde für ein begabtes Kind auch ein höherwertiges Instrument angeschafft, das heute deutlich mehr wert ist als ein reines Einsteigermodell. Den ersten Hinweis gibt der Hersteller, den zweiten die Modellbezeichnung. Beides ist meist auf dem Instrument eingraviert, etwa auf dem Schallbecher, dem Ventilgehäuse oder dem Korpus. Auch der Koffer trägt oft das Firmenlogo. Neben Saxophonen und klassischen Orchesterinstrumenten nehmen wir übrigens auch Blechblasinstrumente aus Blaskapellen und Posaunenchören an, etwa Tenorhörner, Tuben oder Flügelhörner, die bei Vereinsauflösungen oft in größerer Zahl anfallen.
Gefragte Hersteller
Einige Namen sind bei Musikern und Sammlern besonders bekannt. Instrumente dieser Hersteller lohnen fast immer eine genauere Prüfung:
- Selmer Paris: Saxophone, darunter das berühmte Mark VI aus den 1950er- bis 1970er-Jahren
- Conn und King: amerikanische Saxophone und Blechblasinstrumente mit langer Tradition
- Julius Keilwerth: deutsche Saxophone mit gutem Ruf
- Yamaha und Yanagisawa: zuverlässige Instrumente aus Japan, vom Schüler- bis zum Profimodell
- Buffet Crampon: vor allem Klarinetten
- Vincent Bach: bekannt für Trompeten und Posaunen
- Gebr. Alexander: traditionsreicher Hersteller von Hörnern aus Mainz
Seriennummer und Material finden
Die Seriennummer hilft, das Baujahr zu bestimmen und ein Instrument einer Modellreihe zuzuordnen. Bei Saxophonen steht sie meist auf dem Korpus, häufig in der Nähe des Daumenhakens oder unterhalb der Klappen. Bei Trompeten finden Sie sie oft auf dem Ventilgehäuse, bei Klarinetten auf dem Becher oder dem Oberstück. Viele Hersteller veröffentlichen Tabellen, mit denen sich Nummern einem Jahr zuordnen lassen. Gerade bei Saxophonen kann schon der Unterschied weniger Jahre innerhalb einer Modellreihe für Sammler eine Rolle spielen.
Bei Querflöten spielt zusätzlich das Material eine Rolle. Stempel wie Sterling, 925 oder Silber auf dem Kopfstück oder Korpus weisen auf massives Silber hin, während versilberte Flöten meist keinen solchen Stempel tragen. Manche Flöten haben nur ein Kopfstück aus Silber. Bei Klarinetten ist ein Korpus aus Grenadillholz in der Regel höherwertig als einer aus Kunststoff.
Worauf es beim Zustand ankommt
Ein Blasinstrument ist eine Mechanik aus vielen beweglichen Teilen. Nach langer Lagerung sind kleine Wartungsarbeiten normal. Bei der Bewertung achten wir besonders auf:
- Polster und Korken: verhärtet, eingerissen oder fehlend
- Dellen: vor allem am Schallbecher und an den Bögen
- Mechanik: leichtgängig oder schwergängig, verbogene Klappen
- Lack: Originallack oder nachträgliche Neulackierung
- Lötstellen: lose Stützen oder frühere Reparaturen
- Vollständigkeit: Mundstück, Hals bzw. S-Bogen, Blattschraube, Koffer
Pflege vor dem Verkauf
Reinigen Sie das Instrument nur äußerlich mit einem weichen, trockenen Tuch. Polituren und Metallputzmittel greifen den Originallack an und mindern den Wert, gerade bei älteren Saxophonen. Ziehen Sie keine Schrauben nach und biegen Sie keine Klappen zurecht. Auch Öl gehört nicht in die Mechanik, solange Sie nicht genau wissen, welche Stellen dafür vorgesehen sind.
Mundstücke können Sie mit lauwarmem Wasser abspülen. Größere Arbeiten wie das Ersetzen von Polstern oder das Ausbeulen von Dellen gehören in eine Fachwerkstatt und lohnen sich vor einem Verkauf nur selten. Lassen Sie eventuell vorhandene Zweitmundstücke, Notenhefte oder Ständer einfach beim Instrument, denn sie werden mitbewertet. Ein hochwertiges Mundstück kann für Musiker sogar ein eigener Kaufgrund sein.
Bewahren Sie das Instrument bis zum Verkauf im geschlossenen Koffer an einem trockenen Ort auf, nicht auf dem Dachboden und nicht im feuchten Keller. Starke Temperaturschwankungen setzen Polstern und Holzinstrumenten zu.
Blasinstrumente an Ankauf Allerlei verkaufen
Für eine Einschätzung brauchen wir ein Foto des ganzen Instruments, eine Nahaufnahme der Gravur mit Hersteller und Seriennummer sowie einen Blick in den geöffneten Koffer. Diese Bilder können Sie uns einfach per WhatsApp schicken. Kleinere, gut verpackte Instrumente lassen sich im stabilen Koffer auch per Paket einsenden: Legen Sie einen Zettel mit Namen, Telefonnummer und Bankverbindung bei, wir sichten das Instrument und machen Ihnen ein Angebot. Sind Sie nicht einverstanden, schicken wir es auf unsere Kosten zurück.
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Häufige Fragen
Lohnt sich der Verkauf eines einfachen Schülersaxophons?
Ja, solange es spielbar ist oder sich mit überschaubarem Aufwand instand setzen lässt. Schülerinstrumente bekannter Hersteller werden für Anfänger gesucht. Der Erlös ist natürlich geringer als bei einem Profimodell.
Woran erkenne ich, ob meine Querflöte aus Silber ist?
Achten Sie auf Stempel wie Sterling, 925 oder Silber auf dem Kopfstück und auf dem Korpus. Fehlt ein solcher Stempel, ist die Flöte meist versilbert. Im Zweifel klären wir das bei der Bewertung.
Sind verbeulte Instrumente noch etwas wert?
Oft schon. Dellen lassen sich in einer Fachwerkstatt ausbeulen, und bei hochwertigen Instrumenten lohnt sich das. Der Reparaturaufwand fließt in unser Angebot ein, das wir Ihnen nachvollziehbar erklären.
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