Ratgeber · Emaille- und Werbeschilder
Welche Emailleschilder sind besonders gesucht?
Emailleschilder gibt es in unzähligen Varianten, vom kleinen Türschild bis zur großen Fassadenwerbung. Doch nicht jedes Schild weckt bei Sammlern das gleiche Interesse. Hier erfahren Sie, welche Themen besonders beliebt sind und warum.

Warum manche Schilder begehrter sind als andere
Sammler suchen Emailleschilder aus unterschiedlichen Gründen. Manche interessieren sich für eine bestimmte Marke, andere für ein Thema wie Automobil oder Landwirtschaft, wieder andere für die Gestaltung einer Epoche. Je größer die Gruppe derer, die ein bestimmtes Motiv suchen, desto stärker ist in der Regel die Nachfrage.
Hinzu kommt die Seltenheit. Viele Schilder wurden in großer Zahl hergestellt, doch nur ein Teil hat die Jahrzehnte überstanden. Im Krieg wurde Metall gesammelt, bei Renovierungen wurden Schilder entsorgt. Motive, von denen heute nur wenige gut erhaltene Exemplare existieren, sind entsprechend gefragt.
Auch das Alter spielt mit hinein. Die Blütezeit der Emaillereklame reichte vom späten 19. Jahrhundert bis in die Zeit zwischen den Weltkriegen. Schilder aus dieser Epoche gelten vielen Sammlern als besonders reizvoll, weil sie aufwendig gestaltet und in mehreren Farben gebrannt wurden. Spätere Schilder aus der Nachkriegszeit sind ebenfalls gefragt, besonders wenn sie Marken zeigen, die heute nicht mehr existieren oder ihr Logo stark verändert haben.
Beliebte Themen und Motive
Bestimmte Themenbereiche haben unter Sammlern traditionell eine große Anhängerschaft. Dazu gehören:
- Tankstelle und Mineralöl: Schilder von Kraftstoff- und Ölmarken aus der frühen Zeit des Automobils.
- Automobil und Zubehör: Werbung für Fahrzeugmarken, Reifen, Zündkerzen oder Batterien.
- Landwirtschaft: Schilder von Traktoren-, Maschinen- und Düngemittelherstellern.
- Getränke: Brauereien, Mineralwasser, Kaffee und Kakao.
- Tabak und Zigaretten: oft farbenfrohe Motive mit markanter Gestaltung.
- Haushalt und Körperpflege: Waschmittel, Seifen, Schuhcreme oder Zahnpflege.
- Verkehr und Behörden: Bahnschilder, Postschilder und historische Hinweisschilder.
Gestaltung und Formate
Neben dem Motiv spielt die künstlerische Gestaltung eine Rolle. Schilder im Stil des Jugendstils oder des Art déco, mit figürlichen Darstellungen oder aufwendigen Farbverläufen, sprechen viele Sammler besonders an. Einige Plakatkünstler entwarfen auch Motive für Emailleschilder, was solche Stücke zusätzlich interessant macht.
Auch die Form ist bedeutsam. Neben rechteckigen Schildern gab es Formschilder, deren Umriss etwa einer Flasche, einem Tier oder einem Markenlogo folgt. Doppelseitige Schilder, die quer zur Hauswand angebracht wurden, sowie Emaille-Thermometer mit Werbeaufdruck gehören ebenfalls zu den gesuchten Varianten. Große Schilder sind eindrucksvoll, kleinere Formate dagegen für viele Sammler leichter unterzubringen.
Wie der Zustand die Nachfrage beeinflusst
Selbst ein gesuchtes Motiv verliert an Reiz, wenn das Schild stark beschädigt ist. Bewertet wird vor allem, wie gut das Motiv noch zu erkennen ist. Diese Punkte schauen sich Käufer genau an:
- Abplatzungen: Größe, Anzahl und Lage, besonders im Bereich des Markennamens.
- Farbbrillanz: kräftige, gleichmäßige Farben ohne starkes Ausbleichen.
- Verformungen: Knicke, Dellen oder verbogene Ecken.
- Rost: ob er sich auf den Rand beschränkt oder ins Motiv vordringt.
- Ausbesserungen: übermalte Stellen werden deutlich kritischer gesehen als ehrliche Schäden.
Auch weniger bekannte Schilder haben Abnehmer
Nicht jedes interessante Schild stammt von einer großen Marke. Werbung lokaler Brauereien, Molkereien oder Geschäfte ist für Sammler aus der jeweiligen Region oft besonders reizvoll. Gerade solche Stücke tauchen in Nachlässen auf, weil sie früher am eigenen Laden hingen oder vom Großvater gerettet wurden.
Auch einfache Emailleschilder wie alte Straßenschilder, Hausnummern oder Hinweisschilder finden Liebhaber, die damit Haus oder Garten gestalten. Es lohnt sich daher, auch Schilder anzubieten, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken.
Ebenso können Schilder aus dem Ausland interessant sein, etwa aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden oder der Schweiz, wo Emaillewerbung ebenfalls weit verbreitet war. Wissen Sie, woher ein Schild stammt oder wo es früher hing, notieren Sie das. Solche Hinweise zur Herkunft machen ein Stück für Sammler nachvollziehbarer und erleichtern die Einordnung.
Gesuchte Schilder bei uns verkaufen
Sie haben ein Schild mit einem der genannten Motive oder einen ganzen Bestand an Reklame? Fotografieren Sie Vorder- und Rückseite und notieren Sie die Maße. Wir sagen Ihnen unverbindlich, wie wir das Stück einordnen, und begründen unser Angebot so, dass Sie es nachvollziehen können.
Kleinere Schilder können Sie gut verpackt einsenden, bei großen oder schweren Stücken kommen wir zu Ihnen. Vor Ort zahlen wir auf Wunsch bar.
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Häufige Fragen
Sind doppelseitige Schilder wertvoller als einseitige?
Nicht automatisch, aber doppelseitige Ausleger sind seltener erhalten und deshalb oft gefragt. Allerdings müssen beide Seiten bewertet werden. Ist eine Seite stark beschädigt, wirkt sich das auf das Gesamtbild aus.
Spielt die Größe eines Schildes eine Rolle?
Ja, aber nicht immer im Sinne von je größer, desto besser. Sehr große Schilder sind beeindruckend, aber schwer zu transportieren und unterzubringen. Kleine, gut erhaltene Formate finden oft ebenso leicht Käufer.
Kaufen Sie auch Blechschilder ohne Emaille?
Ja, auch alte lithografierte Blechschilder und Reklametafeln sehen wir uns gern an. Sie werden anders bewertet als Emailleschilder. Entscheidend sind auch hier Alter, Motiv und Zustand.
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