Ratgeber · Emaille- und Werbeschilder
Alte Reklame aus Laden und Werkstatt verkaufen
Wenn ein alter Laden, eine Tankstelle oder eine Werkstatt aufgelöst wird, kommen oft Dinge zum Vorschein, die jahrzehntelang niemand beachtet hat. Für Sammler sind genau diese Gegenstände interessant. Dieser Beitrag zeigt, worauf Sie bei einer Auflösung achten sollten.
Was in Läden und Werkstätten oft verborgen ist
Kleine Geschäfte und Betriebe hatten früher eine Fülle von Werbematerial, das Hersteller kostenlos an ihre Händler verteilten. Vieles davon wurde nie weggeworfen, sondern landete im Lager, auf dem Dachboden oder hinter Regalen. Bei einer Auflösung tauchen diese Stücke dann plötzlich wieder auf.
Oft sind es gar nicht die großen Schilder an der Fassade, sondern Kleinigkeiten im Inneren, die Sammler begeistern: Verkaufsständer, Preistafeln, Thermometer oder Blechdosen mit Werbeaufdruck. Wer hier vorschnell alles in den Container gibt, entsorgt womöglich gesuchte Stücke.
Auch Papier gehört dazu. Alte Preislisten, Kataloge von Lieferanten, Werbeprospekte und Kalender mit Firmenaufdruck erzählen die Geschichte eines Geschäfts und werden von Sammlern ebenfalls gesucht. Bewahren Sie Kartons mit solchen Unterlagen deshalb auf, bis sie gesichtet wurden.
Typische Fundstücke aus dem Ladengeschäft
In Kolonialwarenläden, Drogerien, Tabakgeschäften oder Bäckereien finden sich häufig:
- Verkaufsdisplays und Aufsteller aus Blech, Pappe oder Holz
- Blechdosen für Kaffee, Tee, Kakao, Gebäck oder Tabak
- Emaille-Preisschilder und kleine Werbetafeln für den Tresen
- Ladeneinrichtung wie Schubladenschränke, Vitrinen oder Regale mit Firmenaufschrift
- Waagen, Kaffeemühlen und Registrierkassen aus früheren Jahrzehnten
- Pappaufsteller und Plakate für Schaufenster
Typische Fundstücke aus Werkstatt und Tankstelle
Kfz-Werkstätten, Schmieden, Landmaschinenhändler und kleine Tankstellen sind für Sammler von Automobil- und Mineralölwerbung eine wahre Fundgrube. Typisch sind Emailleschilder von Öl- und Reifenmarken, Ölkannen und Ölflaschen mit Aufdruck, Werkstattuhren, Thermometer und Verkaufsständer für Zündkerzen oder Glühbirnen.
Auch technische Ausstattung kann gefragt sein, etwa alte Zapfsäulen, Luftdruckprüfer oder Werkzeugschränke mit Herstellerlogo. Solche Stücke sind groß und schwer, finden aber unter Liebhabern historischer Tankstellen durchaus Abnehmer. Selbst stark gebrauchte Gegenstände mit Patina sind nicht unbedingt uninteressant, da gerade der authentische Werkstattcharakter geschätzt wird.
Eine eigene Gruppe bildet die Leuchtreklame. Alte Leuchtschriften und Leuchtkästen mit Markenlogo, ob mit Neonröhren oder mit Glühlampen, sind bei Liebhabern von Ladenkultur beliebt. Lassen Sie solche Stücke aus Sicherheitsgründen nicht ungeprüft am Stromnetz laufen und transportieren Sie Glasröhren nur sehr vorsichtig.
Was Sie vor dem Ausräumen beachten sollten
Bevor Sie mit dem Ausräumen beginnen, lohnt es sich, kurz innezuhalten. Einige Punkte helfen, nichts Wertvolles zu verlieren:
- Noch nichts entsorgen, bis der Bestand von einem Ankäufer gesichtet wurde.
- Schilder an Wänden nur abnehmen, wenn sie Ihnen gehören und gefahrlos erreichbar sind.
- Beim Abschrauben die Befestigungslöcher schonen, damit keine Emaille abplatzt.
- Zusammengehörende Teile wie Displays mit Inhalt beieinanderlassen.
- Fotos vom Raum machen, bevor etwas verändert wird.
Eigentum und Vermieter klären
Gerade bei Ladenlokalen ist nicht immer eindeutig, wem einzelne Gegenstände gehören. Fest an der Fassade angebrachte Schilder oder eingebaute Einrichtung können zum Gebäude gehören, wenn der Laden gemietet war. Auch Leihgaben von Lieferanten kommen vor. Klären Sie solche Fragen vorab mit dem Vermieter oder Eigentümer und holen Sie sich bei Unsicherheiten fachlichen Rat, etwa von einem Anwalt.
Ist die Lage geklärt, steht dem Verkauf nichts im Weg. Eine Liste der Gegenstände, die verkauft werden dürfen, schafft Klarheit für alle Beteiligten. Bei einer Erbengemeinschaft sollten außerdem alle Erben wissen, dass Inventar verkauft wird. Wenn einzelne Familienmitglieder ein Erinnerungsstück behalten möchten, etwa das alte Ladenschild mit dem Familiennamen, legen Sie es am besten vor der Besichtigung beiseite und kennzeichnen es deutlich.
Ladenauflösung und Nachlass mit Ankauf Allerlei
Wir kommen zu Ihnen, bevor geräumt wird, und sehen uns Laden, Werkstatt oder Lager in Ruhe an. Dabei zeigen wir Ihnen, welche Stücke wir ankaufen möchten, und erklären unser Angebot. Die Bezahlung erfolgt auf Wunsch direkt vor Ort in bar.
Wenn Sie möchten, übernehmen wir anschließend auch die Räumung bis zum besenreinen Zustand. So haben Sie einen Ansprechpartner für Ankauf und Auflösung. Für einen ersten Eindruck genügen einige Fotos per WhatsApp oder E-Mail. Einzelne kleinere Stücke wie Blechdosen oder Thermometer können Sie uns auch per Paket zusenden; legen Sie einen Zettel mit Ihren Kontaktdaten und Ihrer Bankverbindung bei, und wir melden uns nach der Sichtung mit einem Angebot.
Ankauf Emaille- und WerbeschilderFotos per WhatsAppAnkauf per Paket
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Häufige Fragen
Lohnt sich ein Besuch auch bei einer kleinen Werkstatt?
Ja, oft gerade dort. In kleinen Betrieben ist die Einrichtung häufig über Jahrzehnte unverändert geblieben. Schicken Sie uns vorab ein paar Fotos, dann können wir den Umfang gut einschätzen.
Was passiert mit Gegenständen, die Sie nicht ankaufen?
Auf Wunsch übernehmen wir die Räumung des gesamten Objekts bis besenrein. Dazu gehören dann auch Gegenstände ohne Sammlerwert. Den Umfang besprechen wir vorher mit Ihnen.
Sind alte Blechdosen ohne Inhalt interessant?
Leere Werbedosen sind bei Sammlern sogar der Normalfall. Entscheidend sind Motiv, Hersteller und Zustand der Bedruckung. Dosen mit Rostflecken oder Dellen werden zurückhaltender bewertet, finden aber oft dennoch Abnehmer.
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