Ratgeber · Briefmarkensammlungen
Briefmarkensammlung richtig fotografieren und anbieten
Bevor ein Ankäufer eine Sammlung persönlich sieht, entscheiden oft die Fotos über den ersten Eindruck. Gute Bilder ersparen Ihnen Wege und Rückfragen. Mit einem Smartphone und etwas Sorgfalt gelingt das auch ohne Fotoausrüstung.

Die richtige Vorbereitung
Wählen Sie einen ruhigen Platz an einem großen Tisch in der Nähe eines Fensters. Tageslicht ohne direkte Sonne gibt die Farben der Marken am natürlichsten wieder. Ein Blitz ist dagegen ungünstig, weil er auf den Klarsichtstreifen und Schutzfolien starke Spiegelungen erzeugt, unter denen die Marken kaum noch zu erkennen sind.
Legen Sie eine helle, einfarbige Unterlage bereit und stellen Sie die Alben griffbereit. Reinigen Sie die Kameralinse Ihres Smartphones kurz mit einem weichen Tuch. Das klingt banal, verbessert die Schärfe aber oft deutlich. Wer einen Flachbettscanner hat, kann einzelne Seiten oder Steckkarten auch einscannen.
Welche Fotos wirklich helfen
Sie müssen nicht jede Seite fotografieren. Viel wichtiger ist ein repräsentativer Querschnitt, der zeigt, wie die Sammlung aufgebaut ist und welche Gebiete sie umfasst. Bewährt hat sich folgende Reihenfolge:
- Ein Übersichtsfoto aller Alben und Schachteln nebeneinander.
- Die Albumrücken mit gut lesbaren Beschriftungen.
- Die erste Seite jedes Albums, damit Gebiet und Zeitraum erkennbar sind.
- Einige typische Seiten aus der Mitte und vom Ende.
- Besonders auffällige Stücke, Blocks oder Briefe in Nahaufnahme.
- Vorhandene Atteste, Prüfbefunde und Listen des Sammlers.
Technische Tipps für scharfe Bilder
Halten Sie das Smartphone möglichst parallel zur Albumseite, damit sie nicht verzerrt wirkt. Fotografieren Sie lieber aus etwas größerem Abstand und nutzen Sie die Zoomfunktion der Bildbetrachtung später, als zu nah heranzugehen. Achten Sie darauf, dass Ihr eigener Schatten nicht auf die Seite fällt.
Wenn Spiegelungen stören, kippen Sie das Album leicht oder verändern Sie Ihre Position zum Fenster. Bei Nahaufnahmen einzelner Marken hilft es, die Kamera kurz auf die Marke scharf zu stellen, indem Sie auf dem Bildschirm darauf tippen. Prüfen Sie jedes Foto direkt nach der Aufnahme auf Schärfe.
Bei einzelnen auffälligen Stücken kann zusätzlich ein Bild der Rückseite sinnvoll sein, denn daran lassen sich Gummierung, Falzreste oder dünne Stellen erkennen. Das gilt allerdings nur für Marken, die lose in Tüten oder auf Steckkarten liegen. Marken, die im Album befestigt sind, bleiben dort. Lose Bestände in Schachteln fotografieren Sie am besten von oben mit etwas Abstand, sodass Umfang und Art erkennbar sind.
Benennen Sie die Fotos vor dem Versand nach Möglichkeit sinnvoll, etwa nach Albumnummer, oder schicken Sie sie in der Reihenfolge, in der die Alben im Regal stehen. So lassen sich Rückfragen zu einzelnen Seiten eindeutig zuordnen.
Die Sammlung kurz beschreiben
Neben den Fotos ist eine knappe Beschreibung sehr hilfreich. Sie muss nicht fachlich perfekt sein. Es genügt, wenn Sie in eigenen Worten festhalten, was vorhanden ist. Folgende Angaben erleichtern die Einschätzung:
- Anzahl der Alben, Steckbücher und Schachteln.
- Sammelgebiete laut Albumbeschriftung, etwa Deutsches Reich oder Altdeutschland.
- Art der Alben: Vordruckalbum oder Einsteckbuch.
- Hinweise auf Prüfungen oder Atteste.
- Herkunft, etwa ob die Sammlung aus einem Nachlass stammt.
Ehrlich und vollständig anbieten
Zeigen Sie auch Seiten, auf denen Marken fehlen oder beschädigt sind. Ein ehrliches Bild der Sammlung vermeidet Enttäuschungen, wenn sie später gesichtet wird. Teilen Sie außerdem mit, wenn Sie bereits Teile entnommen oder anderweitig verkauft haben, denn das beeinflusst den Gesamteindruck.
Bedenken Sie zudem, dass wir nur komplette, strukturierte Sammlungen ankaufen. Einzelmarken, Ersttagsblätter und Bundesrepublik oder Berlin bis 2000 sind ausgeschlossen. Wenn Ihre Bestände gemischt sind, fotografieren Sie dennoch alles und kennzeichnen Sie die Gebiete, zum Beispiel mit einem kleinen Zettel, der neben dem Album liegt und mit aufs Bild kommt. Wir sagen Ihnen dann, welche Teile für uns infrage kommen.
Fotos einsenden und Angebot erhalten
Schicken Sie Ihre Bilder und die Beschreibung per WhatsApp, per E-Mail oder über unser Formular. Zusätzlich finden Sie auf briefmarkenankauf.info weitere Hinweise speziell zum Verkauf von Briefmarken. Nach der Durchsicht erhalten Sie eine unverbindliche Rückmeldung.
Danach entscheiden Sie über den Weg: Versand per Paket mit beigelegtem Kontaktzettel und Bankverbindung oder ein Termin bei Ihnen zu Hause. Nach der Sichtung legen wir unser Angebot offen dar und erläutern, welche Teile der Sammlung den Ausschlag gegeben haben. Stimmen Sie zu, überweisen wir den Betrag; andernfalls geht die Sammlung auf unsere Kosten an Sie zurück. Bei einem Termin vor Ort zahlen wir auf Wunsch in bar.
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Häufige Fragen
Wie viele Fotos sollte ich schicken?
Für eine erste Einschätzung genügen meist 10 bis 20 aussagekräftige Bilder je nach Umfang. Wichtig sind Übersicht, Albumrücken und typische Seiten. Bei Bedarf fragen wir gezielt nach weiteren Aufnahmen.
Darf ich Marken für bessere Fotos aus dem Album nehmen?
Das sollten Sie möglichst vermeiden. Marken können beim Herausnehmen beschädigt werden, und die Ordnung des Sammlers geht verloren. Fotografieren Sie sie lieber direkt im Album.
Wie verpacke ich die Alben für den Versand?
Stellen Sie die Alben aufrecht oder flach in einen stabilen Karton und füllen Sie Hohlräume mit Papier aus. Schützen Sie sie zusätzlich mit einer Plastiktüte vor Feuchtigkeit. Lose Steckkarten legen Sie am besten zwischen zwei Pappen.
Kontakt
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